Die ProCrea Lehm-Unter-, Ober- und Edelputze können auf vielen Untergründen verarbeitet werden. Geeignet sind Alt- und Neuputz aus Lehm, Kalk, Kalk-Gips, Gipsputze, Kalkzement sowie Zementputze. Diese Untergründe dürfen nicht sanden und nicht salzbelastet sein. Ebenfalls geeignet ist Mauerwerk aus Ziegeln, Kalksandstein, Porenbeton, Bruchsteinen, Lehmsteinen oder Lehmplatten, Beton, Gipsfaser- oder Gipskartonplatten, Putz- trägerplatten aus Calziumsilikat, HWL-Platten, Holzfaser- und Schilfrohrplatten. Diese verschiedenen Unterründe verlangen jedoch unterschiedliche Putzgrundvorbereitungen und Putzaufbauten, deren häufig vorkommende Kombinationen nachfolgend beschrieben werden. |
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 WICHTIG: Eine konkrete Beurteilung des vorhandenen Untergrundes ist immer nur vor Ort möglich. Im Zweifelsfall hat es sich bewährt, vor Beginn der Putzarbeiten eine Probefläche von ca. 1 m² mit dem geplanten Putzaufbau anzulegen.
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WICHTIG: Konstruktionen, die dauerhaft feucht sind, eignen sich nicht für die Verabeitung von Lehmputzen.
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Alle zu putzenden Untergründe müssen trocken, sauber und frei von Rückständen (Farben, Trenn- mittel, Öle, Ruß usw.) sein. Insbesondere die Trockenheit der Bauteile ist von zentraler Bedeutung. Auch frisch hergesteltes Mauerwerk oder Beton muss erst vollständig trocken sein, bevor mit dem Putzauftrag begonnen werden kann. Schalölreste müssen entfernt sein. Gleiches gilt für Gipsfaser- oder Gipskartonflächen, die z.B. durch die Aufnahme von Wasser aus Ab- bindeprozessen von Estrichen oder Beton eine erhöhte Feuchte haben. Bei der Verarbeitung auf alten Putzoberflächen muss die Tragfähigkeit der vorhandenen Putze gewährleistet sein. Abbröckelnde Putzteile sind zu entfernen, leicht anzufeuchten und mit ProCrea Unterputz beizuputzen. Sandende Oberflächen sind mit ProCrea Grundierung zu behandeln. Von der Verwendung von Tiefengrund zur Oberflächenverfestigung von Fugen und Putzen wird abgeraten, da diese Mittel in der Regel absperrende Wirkung haben. Räucher- und Nikotinflächen müssen isoliert werden. Hierfür empfehlen wir PUFAS-Isoliersalz.
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Bei der Verarbeitung auf neuen Putzober- flächen aus Kalk- und Kalkzementmörtel ist zu beachten, dass diese Flächen alkalische Untergründe darstellen. Auch neu verputzte Leitungsschlitze oder ausgeflickte Putzflächen sind natürlich alkalisch und müssen, um eine fleckenfreie Lehmputzoberfläche zu erhalten, neutralisiert werden. Gleiches gilt für frische Mauerfugen. Auch hierfür empfehlen wir
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PUFAS-Isoliersalz. Es werden 500 g Pufas-Isoliersalz in 5 l Wasser eingerührt und vollständig aufgelöst. Die Lösung wird mit dem Pinsel oder der Bürste auf die zu behandelnde Fläche aufgetragen. Nach 10 Minuten Einwirkzeit wird die Fläche gründlich mit klarem Wasser nachgewaschen. Nach vollständiger Durchtrocknung können dann die Lehmputz- arbeiten durchgeführt werden. |
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 Mit gutem und rostfreiem Werkzeug macht die Verarbeitung von Lehmputz doppelt Spaß.
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Werkzeug
Grundausstattung: Kartätsche und/oder Zahnkartätsche, Traufel, Zahntraufel mit jeweils 4 und 6mm Zahnung, Mau- rer- und/oder Putzerkelle, Glätter, Reibebrett, Filzbrett, verschiedene Schwammbretter, Gitter- Rabott.
Zusätzlich nützlich: Eckkellen für Innen- und Außenecken, diverse Stukateurkellen, Fliesenlegereimer mit Rolle zum Auswaschen der Schwammbretter.
Für das Anmischen: Ein Mörtelfaß und ein Motoquirl. Natürlich können Sie unsere in Eimern gelieferten Produkte auch direkt hierin mischen. Hierfür eignet sich eine starke Bohrmaschine mit Quirl.
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Verarbeitung
Im Nachfolgenden sind alle für die Herstellung eines einwandfreien Lehmputzes möglichen Arbeitsschritte beschrieben und bebildert. In Abhängigkeit vom Untergrund und davon ob ein- oder zweilagig geputzt wird, können einzelne Schritte hinzugenommen oder weg- gelassen werden.
Anmischen der Putze Die ProCrea Lehmputze werden auf der Baustelle durch den zusatz der auf dem Gebinde beschriebenen Wassermenge mit der Hand, einem Motorquirl oder dem Freifall- mischer zu einem glatten, platischen Mörtel gemischt. Es darf nur Leitungswasser ver- wendet werden.
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Das Anmischen des Lehmputzes geht gut mit einem Motorquirl.
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 Auftrage der Grundierung mit einer Rolle
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Auftrag der ProCrea Grundierung
Die ProCrea Grundierung ist zur Vorbereitung von glatten, schlecht saugenden Untergründe (z.B. Gipskarton oder Gipsfaser sowie Calziumsilikatplatten) bestens geeignet. Der Auftrag der Grund- dierung erfolgt mit dem Pinsel oder mit der Rolle. vor dem weiteren Verputzen muss die Grundierung vollständig trocken sein.
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 Der Unterputz wird mit einer Zahntraufel aufgekämmt
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Auftrag des ProCrea Lehm-Unterputzes
Die ProCrea Lehmunterputze können von hand mit der Traufel aufgezogen, mit der Kelle geworfen oder mit einer Putzmaschine verarbeitet werden.
Je nach Untergrund ist die Fläche vor dem Verputzen sparsam mit Quast oder Sprühflasche/Tank vorzunässen. Vorhandenen Holzflächen, Materialübergänge oder Kabelschlitze mit Putzträger und Armierung versehen.
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 Danach wird die Fläche für die spätere Aufnahme des Oberputzes durch geglättet.
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Die erste Putzlage wird mit einer Zahntraufel oder Zahnkartätsche (6-12 mm Zahnung, je nach gewünschter Dicke) gekämmt und anschließend geglättet.
Jede weitere Schicht wird mit der Glätt-Kartätsche aufgetragen und glatt abgezogen, wenn die darunter befindliche Schicht angetrocknet ist.
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Das Auftragen des ProCrea Ober- bzw. Edelputzes erfolgt durch seine feine Körnung in einer Auftragsstärke von 2 bis max. 4mm. Das Kämmen der Putzfläche erfolgt mit der 4mm Zahntraufel.
Wichtig ist auch hier ein erhärteter Untergrund. Hell aufgetrockneter Unterputz ist leicht vorzunässen. Ideal ist hierzu eine Gartenspritze mit 5 oder 10l Inhalt.
Alternativ ist auch das Aufbringen einer Casein- Grundierung ohne Vor- nässen des Untergrunds möglich. Die geringe Auftragsstärke dieser beiden Putzsorten erlaubt es, dass ProCrea Ober- und Edelputze auf geeigneten Untergründen auch einlagig aufgebracht werden können.
ProCrea Lehm-Platten und Wände aus ProCrea Lehm-Elementen aber auch Gipskarton und Gipsfaserplatten sind als Untergründe geeignet. Sie sind jedcoh vorher mit ProCrea Silikat- oder Casein-Grundierung zu grundieren. Die Oberfläche bei ProCrea Edelputz wird nach dem Antrocknen mit einem Schwammbrett feucht abgerieben. Die beim Abreiben entstehende Schlämme wird dann mit der Traufel oder ein venezualischen Glättscheibe geglättet. Einen Tag später die Wandflächen mit einem Schwammbrett von oben nach unten abschwammen.
WICHTIG: Bei einlagigem Putz bitte die Grundierung nicht vergessen und Spachtelfugen mit Fugendeckstreifen ausbilden.
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 Auftrag des Oberputzes auf einem gekämmten Unterputz
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Details
Aussenecken Zur Stabilisierung von Aussenecken an Pfeilern, Türen, Fenstern usw. empfehlen wir den Einbau handelsüblicher Eckschutzschienen. Die Schienen werden an der Ecke befestigt und mit eingeputzt.
Einbau einer Eck- schutzschiene.
Innenecken Bei Anschlüssen ver- schiedener Wand- und Deckenaufbauten können die Innenecken mit einem sogenannten Kellenschnitt versehen werden. Die Ausbildung der Innenecke kann mit einer Innenecken-Kelle sauber ausgeführt werden.
 Die Innenecke wird mit einer Innenecken-Kelle sehr sauber.
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 Feine Ober- und -wie hier- Edelputze werden nur mit 4mm aufgekämmt.
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 Danach werden auch diese Flächen geglättet.
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Bei der Oberflächengestaltung sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Wichtig für das Aussehen des Putzes sind der Zeitpunkt der Bearbeitung, die verwendete Technik und das verwendete Werkzeug. So kann bei gleichem Obermaterial durch die unterschiedliche Verwendung von Schwammbrett oder Traufel ein rauhes, ruhiges oder auch |
sehr glattes Finish erzeugt werden. Aber auch strukturierte Oberflächen lassen sich z.B. durch Kellenschlag und -scharten ausgezeichnet gestalten. Die langsame Trocknung des Putzes ist hier von großem Vorteil. Auch Fehler sind einfach zu korrigieren, indem die entsprechende Stelle neu abgezogen und danach wieder gestaltet wird. |
WICHTIG: Wiederholtes starkes Annässen der Oberfläche beim schwämmen, filzen oder glätten kann zu Schwindrissen führen.
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Filzen des ProCrea Lehm-Oberputzes mit einem groben Schwammbrett
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Filzen des ProCrea Lehm-Edelputzes mit einem feinen Schwammbrett
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 Die Bearbeitung des Lehm- Edelputzes mit der Traufel ergibt eine sehr glatte Oberfläche
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Trocknung
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Der Lehm trocknet durch das Verdunsten des Anmachwasser aus der Putzfläche. Trocknen 2-4mm starke, einlagige Oberputze aufsaugenden untergründen durchaus in 24 Std. vollständig durch, so benötigt Unterputz zum trocknen mehrere Tage, auch Wochen. Die Luftfreuchtigkeit und der Untergrund spielen eine große Rolle. Wir empfehlen 1 Tag nach dem Aufbrigen des Unterputzes mit dem Lüften zu beginnen, Fenster u. Türen öffnen. In den Wintermonaten oder bei hohe Luftfeuchtigkeit einen Kondensattrockner einzusetzen. Bei einlagigen und dünnen Putzschichten sollte darauf geachtet werden, dass bei der Verarbeitung und auch bei der Trocknung keine Zugluft herrscht, da sonst leicht Schwindrisse im Putz entstehen.
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WICHTIG: Bei der Trocknung möglichst Zugluft vermeiden, um Schwindrisse vorzubeugen.
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