Verarbeitung von ProCrea Lehm-Edelputz
Vorbemerkungen
Lehm gilt als der älteste Baustoff der Welt. Die Hochwertigkeit, Widerstandsfähigkeit und Gesundheitsverträglichkeit von Lehm ist seit Uhrzeiten bewiesen.
Mit den ProCrea® Lehmprodukten bietet Ihnen Hock ein umfassendes Sortiment an wohngesunden Baustoffen. Wichtig ist der fachgerechte Einbau aller Komponenten. Beachten Sie bitte diese Verarbeitungshinweise und Sie schaffen mit den ProCrea® Produkten eine unverwechselbare Wohlfühl-Atmosphäre.
Sollten Sie noch Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren Hock-Fachberater.
Einbauanleitung als Video |
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Mögliche Untergründe |
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| Die ProCrea® Lehm-Unter-, Ober- und Edelputze können auf vielen Untergründen verarbeitet werden. Geeignet sind Alt- und Neuputz aus Lehm, Kalk, Kalk-Gips, Gipsputze, Kalkzement sowie Zementputze. Diese Untergründe dürfen nicht sanden und nicht salzbelastet sein. Ebenfalls geeignet ist Mauerwerk aus Ziegeln, Kalksandstein, Porenbeton, Bruchsteinen, Lehmsteinen oder Lehmplatten, Beton, Gipsfaser- oder Gipskartonplatten, Putz- trägerplatten aus Calziumsilikat, HWL-Platten, Holzfaser- und Schilfrohrplatten. Diese verschiedenen Unterründe verlangen jedoch unterschiedliche Putzgrundvorbereitungen und Putzaufbauten, deren häufig vorkommende Kombinationen nachfolgend beschrieben werden. |
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Alle zu putzenden Untergründe müssen trocken, |
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Bei der Verarbeitung auf neuen Putzober- |
PUFAS-Isoliersalz. Es werden 500 g Pufas-Isoliersalz in 5 l Wasser eingerührt und vollständig aufgelöst. Die Lösung wird mit dem Pinsel oder der Bürste auf die zu behandelnde Fläche aufgetragen. Nach 10 Minuten Einwirkzeit wird die Fläche gründlich mit klarem Wasser nachgewaschen. Nach vollständiger Durchtrocknung können dann die Lehmputz- arbeiten durchgeführt werden. |
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WerkzeugGrundausstattung: Zusätzlich nützlich: |
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VerarbeitungIm Nachfolgenden sind alle für die Herstellung |
Das Anmischen des Lehmputzes geht |
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Maschinelle VerarbeitungVerbunden mit bewährter Maschinentechnik, |
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Die farbigen ProCrea Edelputze können ebenfalls |
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Die nachfolgende Tabelle zeigt die Einstellung und verwedeten Aggregate der Putzmaschine PFT G4/G5 in Abhängigkeit von der Putzsorte.
| ProCrea® Produkt |
Pumpeinheit | Spritzgerät | Betriebsdruck (bar) |
Wassermenge (l/h) |
Geförderte Mörtelmenge (l/min) |
| Unterputz | D 6-3 Twister | Feinputzgerät, Durchmesser 25 LW24, Düse 14mm |
28 | 330 | 22 |
| Oberputz | D 6-3 Twister | Feinputzgerät, Durchmesser 25 LW24, Düse 14mm |
28 | 330 | 22 |
| Edelputz | D 4-3 Twister | Zierputzgerät, Düse 10mm |
30 | 275 | 12 |
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Auftrag der ProCrea® Grundierung Die ProCrea® Grundierung ist zur Vorbereitung von glatten, schlecht |
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Auftrag des ProCrea® Lehm-Unterputzes Die ProCrea® Lehmunterputze können von hand mit der Traufel Je nach Untergrund ist die Fläche vor dem Verputzen sparsam
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Die erste Putzlage wird mit einer Zahntraufel oder Zahnkartätsche und glatt abgezogen, wenn die darunter befindliche Schicht angetrocknet ist. |
Einlegen der ProCrea® Gewebearmierungen
| Wird eine Armierung nötig, ist sie - außer bei Lehmputz über Wandheizungen - immer in der obersten Putzschicht einzuarbeiten. Die Armierungsbahnen aus |
Glasseidengewebe oder Jute werden mit der Traufel oder einem Reibebrett in die oberste Putzschicht gedrückt. Das Armierungsgewebe muss im oberen Drittel |
Putzschicht eingebaut werden. Nach dem Glätten mit der Traufel dürfen Teile des Gewebes nicht mehr sichtbar sein. |
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Glätten und Ausgleichen |
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| Das Glätten erfolgt nach dem Durchkämmen der jeweiligen Schicht mit der Traufel, Kartätsche oder Breitspachtel. |
Bei mehrlagigem Aufbau kann die oberste Schicht nach der Antrockennung und Glättung wenn nötig |
noch mit dem Gitter-Rabott egalisiert oder mit einem Reibebrett abgerieben werden. |
![]() Abziehen mit der Kartätsche. |
![]() Glätten mit dem Breitspachtel. |
![]() Egalisieren mit Gitter-Rabott. |
Auftrag von ProCrea® Lehm-Oberputz und Lehm-Edelputz
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Das Auftragen des ProCrea® Ober- WICHTIG:
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DetailsAussenecken
Innenecken
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Oberflächengestaltung
| Bei der Oberflächengestaltung sind der Phantasie kaum Grenzen gesetzt. Wichtig für das Aussehen des Putzes sind der Zeitpunkt der Bearbeitung, die verwendete Technik und das verwendete Werkzeug. So kann bei gleichem Obermaterial durch die unterschiedliche Verwendung von Schwammbrett oder Traufel ein rauhes, ruhiges oder auch |
sehr glattes Finish erzeugt werden. Aber auch strukturierte Oberflächen lassen sich z.B. durch Kellenschlag und -scharten ausgezeichnet gestalten. Die langsame Trocknung des Putzes ist hier von großem Vorteil. Auch Fehler sind einfach zu korrigieren, indem die entsprechende Stelle neu abgezogen und danach wieder gestaltet wird. |
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Trocknung |
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Der Lehm trocknet durch das Verdunsten des Anmachwasser aus
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WICHTIG:
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Untergrund |
Vornässen |
Grundierung |
Unterputz |
Armierung |
Ober- bzw. |
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ProCrea® Lehmplatte |
ja |
ja5,6) |
1x |
ja |
1x |
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ProCrea® Lehm-Elemente |
ja |
ja5,6) |
- |
ja |
1x |
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ProCrea® Grünlinge *1) |
ja |
ja5,6) |
1x |
ja |
1x |
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Alter Lehmputz |
ja |
ja |
- |
ja/nein4) |
1x |
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Kalkputz |
nein |
ja |
- |
ja/nein4) |
1x |
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Kalkzementputz |
nein |
ja |
- |
nein |
1x |
|
Ziegel |
ja |
nein |
1x |
nein |
1x |
|
Kalksandsteine |
ja |
ja6) |
1x |
nein |
1x |
|
Porenbeton |
ja |
ja6) |
1x |
nein |
1x |
|
Beton |
nein |
ja6) |
1x |
nein |
1x |
|
Bruchstein *2) |
nein |
nein |
1x |
ja |
1x |
|
Schilfrohrmatten |
nein |
nein |
2x |
ja |
1x |
|
HWL-Platten |
nein |
nein |
1x |
ja |
1x |
|
Gipsfaserplatten |
nein |
ja6) |
1x |
nein3) |
1x |
|
Gipskartonplatten |
nein |
ja6) |
1x |
nein3) |
1x |
1) Das Armierungsgewebe immer in das obere Drittel der Schicht einbauen
2) Alternaitve bei unebenem Mauerwerk: Befestigen von Schilfrohrmatten, dann putzen
3) die Fugen müssen mit den vom Hersteller der Platten angebotenen Armierungsstreifen armiert werden.
4) ob Armierung notwendig ist, ist stark vom Zustand des Untergrundes abhängig und nur vor Ort zu entscheiden.
5) ProCrea® Caseingrundierung
6) ProCrea® Silikatgrundierung
*1 Empfehlung: Lehm-Grünlinge mit einem Putzträger (z.B. 70-stängelige Schilfrohrmatte) überspannen und dann erst verputzen und armieren.
*2 Empfehlung: Bei Bruchsteinen im trockenen Zustand (keine aufsteigende Feuchtigkeit) als Grundputz einen Reinkalkputz aufbringen. Trockenzeit min. 3 Wochen, dann erst den Lehmunter- und Oberputz aufbringen.


















